KATZENSCHUTZ  -   warum eigentlich?

 

          
 Katzen haben sieben Leben — sagt man.

Und es gibt viel zu viele von ihnen.  Warum dann noch „schützen“?

 

Überall sieht man sie!

Wer auf dem Land wohnt kann sich oft der vielen wilden Katzen auf dem eigenen Grundstück kaum erwehren. Wer in der Stadt wohnt und vielleicht einen Schrebergarten oder ein Campinggrundstück sein eigen nennt, kennt das auch. Selbst in öffentlichen Parks mitten in der Stadt leben verwilderte Hauskatzen.

Aber die meisten schaffen es nicht. Sie kämpfen tagtäglich ums nackte Überleben.   Hunger, Krankheiten, schlechte Witterung machen ihnen zu schaffen, der Straßenverkehr tut sein Übriges. „Überflüssige“ Katzenbabys werden erschlagen, erstickt, ertränkt, vergiftet, in Mülltonnen entsorgt. Rund eine Million Tiere werden jährlich im Straßenverkehr getötet, von Jägern erschossen und bei Tierversuchen „verarbeitet“.  Wie viele zusätzlich z. B. an Hunger sterben, durch Verletzungen, durch Rattengift und Insektizide, durch Fallen und Schlingen, durch Katzenkrankheiten und Tollwut, durch Tierquäler und verärgerte Nachbarn kann man nicht einmal erahnen.

Da helfen auch keine sieben Leben!

Woher kommen die vielen „Streuner“ ?

Es handelt es sich natürlich um ehemalige Hausgenossen, die, oft schon seit vielen Generationen im Freien lebend, im Laufe der Zeit verwilderten. Diese ausgesetzten oder entlaufenen Tiere sorgen mangels rechtzeitiger Kastration für eine explosionsartige Vermehrung.

Wenn man die große Fruchtbarkeit einer Katze betrachtet, die letztlich ja mit zum Überlebenskampf der verwilderten Hauskatzen geführt hat, begegnet man Zahlen in Schwindel erregenden Höhen! Bereits ab dem fünften Lebensmonat können sich Katzen fortpflanzen. Eine einzige weibliche Katze kann es im Laufe von nur 5 Jahren auf über 59.000 Nachkommen bringen, niedrig gerechnet! Und die Kater, mehrfach im Jahr bei mehreren rolligen Katzen „im Einsatz“  sorgen für millionenfachen Nachwuchs. Ein männliches Tier im Umkreis von mehreren 100 Kilometern würde genügen, um unsere Hauskatze nicht aussterben zu lassen. 

Dreh– und Angelpunkt ist also der Mensch! Und Dreh– und Angelpunkt, das Elend der frei lebenden Katzen zu bekämpfen, ist ebenfalls der Mensch.

 

                                 Also auch SIE!

                                 Lassen Sie daher ihre Katze(n) rechtzeitig kastrieren!
 

 

Argumente wie ...

"Meine Katzen dürfen doch sowieso nicht raus."   
(Vielleicht nicht, aber sie hauen ab, um ihrem Trieb zu folgen)  

"Arme Katze."    
(Katzen empfinden keine "Gelüste")  

"Ich habe einen Kater, der kriegt keine Babys"   
(Der Kater nicht, aber die Kätzinnen Ihrer Nachbarn!)  

"Die Kätzin muss vor dem Kastrieren geworfen haben."    
(Veraltete Meinung, längst widerlegt!)  

  ... zählen nicht!
 
 


So paradox das auch klingen mag, jedes einzelne nicht geborene Kätzchen bedeutet weniger Katzenelend! Dazu kommt noch, dass durch Katzenhochzeiten und Katerkämpfe die tödlichen Krankheiten verbreitet werden. Auch das können Sie verhindern durch Kastration.

Alle Katzen,
die nicht der kontrollierten (Rasse-)Zucht dienen,

sollten unbedingt kastriert werden! 
 

Die meisten Katzen werden nur geboren,
um niemals im Leben eine Chance zu haben!

Kastrieren  ist also der erste und wichtigste Schritt.

Lesen Sie mehr zum Thema Kastration unter  VORURTEILE.

Den zweiten, dritten und vierten Schritt bringen wir Ihnen näher unter  HELFEN.  

 
 
 

Manche, leider nur viel zu wenige, der zugelaufenen, gefundenen, abgegebenen, ausgesetzten, misshandelten oder wild lebenden Katzen haben aber auch Glück, sie landen bei uns oder einer anderen ähnlichen Stelle, werden medizinisch versorgt, ordentlich gefüttert und liebevoll in Familien betreut, bevor sie in ein neues ausgewähltes Zuhause umziehen dürfen.

Aber außer dem Einfangen, der Versorgung und Vermittlung solcher Tiere ist auch Aufklärung an allen Ecken und Enden unerlässlich!  Reden auch Sie mit anderen Katzenbesitzern darüber, klären Sie „Ihren Bauern“, bei dem Sie die Kartoffeln holen, auf über die Gefahren der Ausbreitung von tödlichen Katzenkrankheiten, wie man keine unerwünschten Katzenbabys mehr „produziert“ oder dass eine gut gefütterte gesunde Katze der bessere Mäusefänger ist.

Lesen Sie darüber, wie AUCH SIE helfen können,
auf den Folgeseiten mehr…………