freilaufende Katzen wildern (Vögel) ?

 

An dieser Stelle müsste zuerst der Begriff des Wilderns näher definiert werden.

Jäger und Katzenhalter haben da durchaus sehr kontroverse Meinungen.

Für einen Jäger genügt die pure Anwesenheit einer Katze in "seinem Revier" (manchmal
noch nicht einmal das), um den Abschuss zu rechtfertigen, zumal ihm die passend auszulegenden
Jagdgesetze den Rücken stärken: 
http://www.ijh.de/themen/index_haus.html

 

Auf einer Internetseite eines selbst ernannten "Fachmannes für Fallenjagd" las ich folgendes:

Zitat:  "Wenn man bei den 6,2 Millionen Hauskatzen unterstellt , dass  nur  die Hälfte es schafft , wöchentlich  einen Vogel zu töten , ergäbe dies pro Jahr die Summe von 161 Millionen Beutetieren."

Diese Rechnung ist schlichtweg falsch (s. u.), und weiter schreibt der Verfasser:

Original-Zitat: "Der Fang von wildernden Katzen  mit der Falle ist natürlich möglich , dieses  sollte aber nicht der Öffentlichkeit zutragen  bzw. vermieden werden , da es viele Menschen nicht verstehen , das man ein Haustier tötet . Es gibt eine bessere Methode die Katzen loszuwerden . Wenn man den Halter nicht ermitteln kann  fängt  man das wildernde Tier ein und liefern  es bei der Gemeinde als Fundsache ab . Die gibt es ins Tierheim , und so müssen sich die Tierschützer mit dem Problem befassen . Wenn alle Jäger das regelmäßig machen würden , käme der Tierschutz  ganz schön ins Schwitzen."

Hier enthalten wir uns jeden Kommentars!

Schreiben SIE uns Ihre Meinung dazu!  
 

Und nun zu unserer Aussage:

Mehrere fundierte Untersuchungen des Mageninhalts vieler tausend dem Straßenverkehr zum Opfer gefallenen oder von Jägern erschossenen Katzen brachte eindeutige Ergebnisse:

 

Die Hälfte der erschossenen untersuchten Katzen hatte
nichts als Katzenfutter (von Zuhause) im Magen.

Von der anderen Hälfte wurden

lediglich bei 0,2 % der Katzen auch Vogelreste gefunden.

(97% (!) des Mageninhaltes bestanden aus verschiedenen Mäusearten,
und 2,8% aus Insekten, Reptilien und anderen.)

Das spricht zweifelsfrei eine klare Sprache.

 

(Wir möchten allerdings nicht verschweigen, dass es weitere Untersuchungen gibt,
die zu anderen Zahlen gelangen, die dadurch entstanden sind, dass auch andere
Voraussetzungen vorlagen. So können sich die Prozentzahlen zum Teil gravierend verändern, wenn "ortsgebundene" Untersuchungen vorgenommen werden, wenn "nur" Wald- oder "nur" Stadtgebiete untersucht werden, wenn Untersuchungen nur im Sommer oder nur im Winter gemacht werden usw. Also, wenn Sie anderen Untersuchungsergebnissen begegnen, seien Sie kritisch, was die Auswertung anbelangt und von wem sie ausgewertet wurden.
Beispiel: setzen Sie eine Katze in einen Käfig voller Vögel und geben ihr nichts zu Fressen, so wird die Untersuchung des Mageninhaltes 100% Vogel ergeben.)