Wer will schon eine alte Katze?  
 

Eine alte oder etwas ältere Katze aus dem Tierheim zu holen, ist leider bisher noch eher eine Ausnahme, als die Regel.

Dabei haben diese durchaus ihre Vorteile gegenüber den ach so süßen Babys, die ja auch irgendwann einmal älter werden und dann nicht mehr so süß sind. (Die Zahl der ausgesetzten Katzen beweist dies sehr eindrucksvoll!) 

Bei einem Baby wissen Sie noch nicht genau, wie es sich einmal entwickeln wird, da ist noch alles möglich. Bei älteren Katzen ist die Erziehung abgeschlossen, ihre Persönlichkeit ist so weit gereift, dass sich ihr Charakter nicht wesentlich ändern wird. Durch ihr Alter sind diese Katzen gesetzter, unproblematischer in der Haltung, pflegeleichter, ruhiger, gelassener, ihre Ansprüche geringer. Sie sind meistens auch kastriert und geimpft und kennen die Regeln in Haus und Hof.
 

Einem Katzenkind müssen Sie erst mühsam klar machen, dass es nicht an den Gardinen schaukelt, die Tapete nicht abkratzt, nicht auf den Tisch zu springen hat, die Tischdecke nicht runterziehen darf, und, und, und. 

Dass „man an älteren Katzen nicht lange hat“, mag stimmen, auch, dass die Alterskrankheiten dann entsprechend früher auftauchen und Kosten verursachen. Das muss aber nicht unbedingt sein. Oder wissen Sie im voraus, dass das favorisierte Katzenbaby bis zum zehnten Jahr oder sogar darüber hinaus gesund bleiben wird?
 

Wenn Katzen ordnungsgemäß bzw. artgerecht gehalten werden, erreichen sie heute durchaus ein Alter von ca. 20 Jahren und mehr. An einer 6-jährigen Katze aus dem Tierheim hätten sie also noch 14 Jahre Freude! 

Lesen Sie hierzu unter „ehemalige Notfälle“ die Geschichte von KNUBBEL, der mit „weit über 10“ noch weitere 12 ½ Jahre gesund und munter bei uns lebte!