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Leid und Elend der Katzen muß
gestoppt werden
Mitleid und
Ausreden helfen nicht - die Lösung heißt Kastrationspflicht

Siegfried P.
Rupprecht____________________________________________________
Die Lage spitzt
sich zu! Immer öfter müssen Tierheime und Tierschutzvereine
wegen Überfüllung und/oder Finanznot die Aufnahme von
Haustieren ablehnen. Da passt das Erlebnis
der „Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung“ ins
gegenwärtige Bild.
„Margit Mayr,
Mitgründerin der Interessengemeinschaft Pro
Katzenschutzverordnung wurde eine Fundkatze gemeldet“,
berichtet sie. „Drei Kinder gingen mit dieser Katze an der
Leine und mit Suchzetteln durch die Innenstadt.“ Die Kinder
hätten auch im zuständigen Tierheim angerufen. „Dort wurde
ihnen gesagt, das Tierheim habe - wie viele andere -
Aufnahmestop.“
Und hier nehmen
wir die Politik in die Pflicht. Es könne doch nicht sein, dass
Städte, Gemeinden und Politiker sich ihrer Verpflichtung dem
Tierschutz gegenüber entziehen oder nicht genügend nachkommen,
übt sie heftige Kritik. „Soll man solche Tiere unversorgt in
der Innenstadt auf der Straße lassen?“, fragt sie. Ihre
Forderung ist klar formuliert: Rechtssicherheit für
Tierschützer, die als praktische Garanten der im Grundgesetz
verankerten Staatszielbestimmung nachkommen
sowie praxisbezogene Vergütung für die Aufnahme und Versorgung
von Fundtieren der Tierheime. Doch das allein reiche nicht
aus, erklären die Tierschützer. So setzt die
Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung sich ein,
Katzenhaltung bundesweit verbindlich gesetzlich zu regeln.
Ihre Vorschläge: eine Kastrationspflicht männlicher und
weiblicher Freigängerkatzen ab dem fünften Monat, eine
deutschlandweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht und
eine bundeseinheitliche Katzenschutzverordnung im
Tierschutzgesetz und Mindesthalteanforderungen (siehe TVT) klar
definieren „Damit würde man den Tieren viel Leid ersparen und
den Steuerzahler erheblich entlasten“, sind sich die
Tierschützer sicher. Nur Menschen, die nachweislich
Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe tragen können, sollten
diese auf Antrag produzieren dürfen. Diese Tiere können als
unkastrierte Tiere gekennzeichnet und registriert sein,
belasten somit weder Mensch, Tier noch Umwelt.
Tatkräftige
Unterstützung erhalten die engagierten Tierschützer u.a. von:
-
| Akademie für Tierschutz
Akademie Schnauze,
Saarbrücken
Aktion Kitty - bundesweites
Hilfsprojekt zum Schutz der Katze als Haustier in Not Nr. 1,
Aktion Kitty -
Westerwald mit 4.300 Mitgliedern und Befürwortern,
Aktion Tier -
Babystation
Aktion Tier - Menschen für
Tiere mit 200.000 Mitgliedern und Befürwortern,
Aktion Tier -
Streunerkatzen
Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. (AGT)
Albert Schweitzer
Stiftung für unsere Mitwelt,
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.
Arbeitskreis Tierschutz
Gütersloh,
Ärzte für Tiere e.V.,
Ärzte gegen Tierversuche
e.V.,
Attis, Aktionsgemeinschaft der
Tierversuchsgegner,
Bayerischer
Landesjagdverband,
BBT - Bündnis
bayerischer Tierrechtsorganisationen
BMT e.V.
Tierschutzzentrum,
BRT - Bündnis
rheinland-pfälzischer Tierrechtsorganisationen,
Bund der Katzenfreunde
e.V., München
Bund der Tierfreunde,
Bund, Westerwald,
Bundestierärztekammer
Bonn,
Bundesumweltministerium
Österreich mit bundesweiter Katzenkastrationspflicht
Bundesverband Menschen
für Tierrechte e.V.
Bündnis 90 / Die Grünen im
Westerwald,
Cat Care Kassel e.V.
Cat Nanny Leverkusen,
Catplus.de
Deutscher Tierschutzbund
Deutscher
Tierschutzbund, LV Bayern,
Deutscher
Tierschutzbund, LV Rheinland-Pfalz,
Deutsches Tierschutzbüro
Bonn,
Die Tierfreunde e.V.
DKV, Dachverband der
Katzenschutzvereine,
Dr. med. vet. Andreas
Lampe, Bersenbrück
Dr. med. Wolf-Dieter Hirsch
Eduard Oswald,
ehemaliger Bundesminister und jetziger Vorsitzender des
Finanzausschusses im Dt. Bundestag
Elkes Katzenaugen
Felidae Tierschutzverein
und Katzennothilfe e.V., Frankfurt
Forum Hundeundspass.net,
Heidi Wagner und 2.000 Mitglieder
Gerhard Schwarz, stellv.
Vorsitzender Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Gnadenbrotpferde e. V. ,
Illertissen,
Gnadenbrotpferde e. V. ,
Senden,
Gnadenhof der Arche Aachen
Gnadenhof der
Katzenhilfe-Westerwald
Gong Verlag, Geliebte
Katze,
Guxhagener Katzenhilfe
e. V.
Hand in Hand, Glückshof-ITP,
Stemwede
Harald von Fehr, Unabhängige
Tierschutzunion Deutschlands, LV Thüringen
Haustierdiebstahl-in-Deutschland mit 175 Befürwortern
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und
Verbraucherschutz -
Landestierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin
hund-adoptieren.de
Igelstation Meißendorf
IJH, Initiative
jagdgefährdeter Haustiere,
IKAT (Informations- und
Koordinations-Arbeitsgruppe für Tierschutz)
Initiative
Haustierrechte Stade,
Interessengemeinschaft
Mensch und Tier e.V. Ostermünchen
Interessengemeinschaft Mehr Schutz für Haustiere
Interessengemeinschaft
Pro Katzenschutzverordnung mit über 33.000 Mitgliedern und
Befürwortern,
Jagdverband,
Jäger, die die
Eindämmung der Überpopulationen durch Kastration anstreben,
Kangal und Co., Hilfe
für türkische Herdenschutzhunde e.V.
Katzenfreunde Leibach
e.V.
Katzenfreunde Norddeutschland
e.V., Hannover
Katzenhilfe Büttelborn
Katzenhilfe in und um
Würzburg Mainfränkischer Tierschutz e.V. mit 200 Mitgliedern
und Befürwortern
Katzenhilfe Leipzig e.V.
Katzenhilfe Riedstadt
Katzenhilfe-Bleckede
e.V.
Katzenhilfe-Greven e.V.
Katzenhilfe-Neuwied e.V.
Katzenhilfe-Oberpfalz
e.V.
Katzenhilfe-Olpe e.V.
Katzenhilfe-Stuttgart
e.V. mit 620 Mitgliedern
Katzenhilfe-Westerwald e.V. mit
350 Mitgliedern,
Katzenpension Geltendorf/Hausen
Katzenschutzbund
Düsseldorf e.V.
Katzenschutzbund Köln e.V.
Katzenschutzbund
Mönchengladbach e.V.
Katzenschutzbund Osnabrück e.V
Katzenschutzinitiative
Köln e.V.
Katzenschutzinitiative
Straubing e.V.
Katzenschutzverein Bleckede
e.V.
katzen-vermittlung.de
Kleintierpraxis Dr.
Horst Sieg, Remscheid
Landestierärztekammer,
Landesuntersuchungsamt,
Menschen für Tierrechte
- Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Menschen für Tierrechte
- Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. mit 1.500
Mitgliedern
Menschen für Tierrechte
Nürnberg e.V. mit 300 Mitgliedern
Menschen für Tierrechte,
Menschen für Tierrechte,
Rhein-Erft
Michael Musil, Bündnis 90 / Die
Grünen, Montabaur
MUT, LV Rheinland-Pfalz,
MUT, LV Thüringen,
Nordrhein-Westfälischen
Umweltminister Eckhard Uhlenberg,
OIE Tierrechtsgruppe
Barbara K.
Paderborner Modell -
Katzenkastration ist seit 22.09.2008 unangefochten Pflicht!
Paderborner Ordnungsamt
Paderborner Ratsmitglied
Kornelia Welz,
welches die Hand
ausstreckt für eine Politik des Machbaren und für eine
Politik des Notwendigen,
Paderborner Tierschutz
Paderborner Veterinäramt
Parlamentarische
Geschäftsführerin Undine Kurth, MdB Bundestagsfraktion
Bündnis 90 / Die Grünen,
Partei Mensch, Umwelt,
Tierschutz - Die Tierschutzpartei,
Peta e.V.
Pro M(ensch) u(nd) T(ier)
Club e.V. seit 1994
Pro-iure-animalis - für das
Recht des Tieres,
Radio Antenne 98,
Koblenz
Radio RPR 1
Rechtsanwalt Dr. Jürgen Küttner, Düsseldorf,
Verwaltungsrechtler
Rechtsanwalt Kirch a.D.,
Saarland,
Rechtsanwalt Rolf Kemper
Berlin,
Rechtsanwalt, RA-Kanzlei Wolf und Partner, Köln
Rheinlandpfälzische
Tierärztekammer,
Rheinlandpfälzische
Umweltministerin Dr. Margit Conrad,
Rheinlandpfälzischer
Landesverband, Bund,
Rheinlandpfälzischer
Tierschutzbeirat, Dr. Helmut Stadtfeld,
RPR1.
Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG, Ludwigshafen
Samtpfoten Katzenhilfe-Ries e.V.
Sigrids Katzenplatz
spr
Stadtkatze Berlin e.V.
Sternenhof -
Begegnungsstätte für Mensch & Tier,
Straßenkatzen Erftkreis
e.V.
Straßenkatzen Köln e.V.
Tasso, Europas größtes
Haustierzentralregister,
Tessy Lödermann,
Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, LV Bayern
Tierarzt Dirk Schrader,
Hamburg
Tierarzt Udo Frenker-Hackfort,
Rennerod,
Tierärztekammer,
Tierärztin Sabine Gonner,
Wuppertal
Tierärztliches Institut für
angewandte Kleintiermedizin
Tierauffangstation APG in
Bitterfeld
Tiere in Not e.V. Birgel
Tiere in Not e.V. Köln
TierfreundLich e.V.
TierGewerkschaft e.V.
Tierheim Bocholt e.V.
Tierheim Dormagen e.V.
Tierheim
Garmisch-Patenkirchen e.V
Tierheim Korb e.V.
Tierheim Lauterberg e.V.
Tierheim
Limburg/Weilburg e.V.
Tierheim Lüneburg gGmbH
Tierheim Neuwied e.V.
Tierheim Oberndorf,
Pommersfelden
Tierheim Oldenburg e.V.
Tierheim Olpe e.V.
Tierheim Ostermünchen
e.V.
Tierheim Siegen e.V.
Tierheim Wanningsmühle
e.V.
Tierheim Wermelskirchen e.V.
Tierhilfe Monenegro
Tierhilfe Oberfranken
Tierhilfe Osnabrück e.V.
Tierhilfe Rhein/Hunsrück
e.V.
Tierhilfe Wendland e.V.
Tierhilfe-Katzenwaisen
e.V.
Tierhospital Hamburg
Tierrechtsverein Animal
Protection Group Arbeitsgruppe für Tierrechte e.V.
Tierschutz Celle Stadt
und Land e.V.
Tierschutz für Willich e.V.
Tierschutz Gersthofen
e.V.
Tierschutz Pfötchenglück
Neustadt
Tierschutz Streunerkatzen OÖ
Österreich, mit landesweit geregelter
Katzenkastrationspflicht,
Tierschutz Weinheim und
Umgebung e.V.
Tierschutzakademie Neubiberg
Tierschutzbeirat,
Tierschutzinitiative
Haßberge e.V. mit 50 Befürwortern
Tierschutzring
Westerwald
Tierschutzverein Arche
Aachen e.V.
Tierschutzverein Arzberg e.V.
Tierschutzverein
Barsinghausen und Umgebung e.V.
Tierschutzverein Franz
von Asissi e.V. Kissing
Tierschutzverein Freising e.V.
Tierschutzverein für den
Landkreis Rotenburg/Wümme e.V.
Tierschutzverein für
Gelsenkirchen und Umgebung e.V. 1880
Tierschutzverein
Gnadenhof Arche Aachen e.V.
Tierschutzverein Güstrow
e.V.
Tierschutzverein Haßberge e.V.
Tierschutzverein Itzehoe
und Kreis Steinsberg e.V.
Tierschutzverein Jena &
Hurvinek Judith Kluger
Tierschutzverein
Kall-Schleiden-Gemünd e.V.
Tierschutzverein Lahr
e.V.
Tierschutzverein Marl/Haltern
e.V.
Tierschutzverein Noris e.V. mit
180 Mitgliedern und Befürwortern,
Tierschutzverein OHZ
e.V.
Tierschutzverein Rhein-Wied
e.V.
Tierschutzverein Salzgitter und
Umgebung e.V.
Tierschutzverein Schorndorf
e.V.
Tierschutzverein Scottys
Freunde e.V.
Tierschutzverein Tierfreund
Lich e.V.
Tierschutzverein Torgau e.V.
Tierschutzverein Werder
- Glindow
Tierschutzverein Worms e.V.
Tierschutzverteiler
Corry Laddy
Tierschutzverteiler der
Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung mit 5.000
Empfängern
Tierschutzverteiler
Haustierdiebstahl-in-Deutschland mit 2.500 Empfängern
Tierschutzverteiler
Kersti Wolnow mit 200 Empfängern
Tierschutzverteiler
Stupsnasen mit 250 Empfängern
Tiervermittlung.de
Tierversuchsgegner
Rhein-Erft e.V.
TVT, Tierärztliche Vereinigung
für Tierschutz,
Verein der Katzenfreunde e.V.
Saarland mit 450 Mitgliedern
WDR, Tiere suchen ein
Zuhause,
Westerwald Post (Nord),
Zukunft für Tiere e.V. |
Paderborner Modell
- Katzenkastration ist seit 22.09.2008 unangefochten Pflicht!
sowie
vom ehemaligen Bundesminister und jetzigen Vorsitzenden des
Finanzausschusses im Deutschen Bundestag, Eduard Oswald.
Oswald plädiert mit
Nachdruck dafür, dass auch Katzen unbedingt Fürsorge und Schutz
benötigen. „Wer seine Katze ins Freie lässt, sollte verpflichtet
werden, diese bei einem Tierarzt kastrieren zu lassen und mit
einer Kennzeichen-Tätowierung oder einem Chip zu versehen“,
fordert Oswald, der sich als Katzenfreund und Katzenliebhaber
bezeichnet. „Zwar sollte nicht alles in unserem Land geregelt oder
verordnet sein, aber wenn dies die einzige Möglichkeit ist, Leid
und Elend für die Katzen zu verhindern, muss dies sein.“ Oswald
appelliert aber auch an die Einsicht der Katzenbesitzer, mit der
Katze von sich aus zum Tierarzt zu gehen.
Wir begrüßen die
Haltung von Herrn Oswald und haben - aufgrund des immer
dramatischer ansteigenden Elends des Haustieres in Not Nr. 1, der
Katze - eine Interessengemeinschaft ins Leben gerufen. Ein Pool
von Fachleuten, welcher mittlerweile über 25.000 Unterstützer
gefunden hat - vornehmlich Tierschutzvereine und Tierheime,
Vertreter der bundesweiten Tierärztekammern und Tierschutzbeiräte,
Verbände, aber auch Veterinäre, die ihre Garantenpflicht
ernstnehmen.
Die Tierschützer
beklagen aufs Schärfste den Abschuss von rund 500.000 Hauskatzen
jährlich und fordern von der Politik eine Meldepflicht - nicht nur
für Jäger, die Forderung gilt auch für Straßenmeistereien, die
vielerorts Tierkadaver entsorgen, ohne die Eigentümer zu
informieren. So kann und darf nicht mit Eigentum umgegangen
werden. Wir fordern von der Politik Schutz, Unversehrtheit und
gesetzeskonformen Umgang mit unserem Eigentum.

Haustierabschuss ist ein Relikt aus der Vergangenheit
 |
Anlässlich der anstehenden Novellierung des Landesjagdgesetzes
fordert der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz ein generelles
Verbot des Abschusses von Haustieren. „Hunde und Katzen
abzuschießen, nur weil die Besitzer einmal nicht aufgepasst
haben oder nicht in der Lage sind, ihr Tier ordnungsgemäß zu
halten, widerspricht in eklatanter Weise dem heutigen
Verständnis vom Tier als schützenswertes Mitgeschöpf “,
erklärt Dr. Helmut Stadtfeld, Vorsitzender des Gremiums. Die
Tötung sei darüber hinaus vielfach ein massiver Eingriff in
die emotionale Beziehung von Familien zu ihren Hausgenossen.
Der Tierschutzbeirat fordert stattdessen ordnungsrechtliche
Maßnahmen gegenüber den Tierhaltern, die ihre Vierbeiner in
Feld und Wald herumstreunen und damit zu einer Gefahr für
Wildtiere werden lassen. Bei Katzen verbietet sich der
Abschuss durch Jäger schon wegen der Verwechslungsgefahr mit
der Wildkatze, die erfreulicherweise in einigen Gebieten von
Rheinland-Pfalz noch vorkommt, aber in ihrem Bestand gefährdet
ist. Dem Problem der Überpopulation und Verwilderung von
Hauskatzen wird man nach Auffassung des Tierschutzbeirates
ohnehin nur durch ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot
beikommen können. Der Abschuss von Haustieren – so das Fazit
des Tierschutzbeirates – ist ein Anachronismus, der zu Recht
heute kaum noch gesellschaftliche Akzeptanz findet. Zum Glück
würden das viele Jäger ähnlich sehen und von sich aus von
ihrer gesetzlichen Möglichkeit keinen Gebrauch machen
|
Immer
wieder Eklat. Ein großes
Problem sind aber auch die vielen - als sogenannt "herrenlos"
abdegradierte - Hauskatzen, denen kein verantwortlicher Halter
mehr zuzuordnen ist. Hier komme es immer wieder zum Eklat zwischen
Tierschützern und Behörden, weiß der Tierschutzexperte Robert
Derbeck vom Tierschutzverein Noris e.V. und Mitbegründer der
Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung zu berichten.
„Manche Städte und Gemeinden erkennen Katzen als Fundtiere gar
nicht erst an.“ Regelmäßig gebe es deshalb Streitigkeiten zwischen
Tierschützern und Behörden im Hinblick auf die rechtliche
Differenzierung von Fundkatzen und herrenlosen Katzen.

Sonja Stahl von der Katzenhilfe-Westerwald e.V. ist sich sicher,
dass exakt diese Unwissenheit und/oder Ignoranz der
Hauptmultiplikator für das vorherrschende Leid ist, mit dem wir
tagtäglich bundesweit konfrontiert werden, was so nicht mehr zu
schultern ist. Sie wartet bis zum heutigen Tag auf Antwort der
Politik, welchem Gesetz es zu entnehmen ist, daß Hauskatzen sogenannte
herrenlose Tiere sein könnten. Das Bundesministerium wird erneut mit
der Frage konfrontiert. Unsere Hauskatzen brauchen weder Mitleid
noch Ausreden, sie brauchen Schutz und Durchsetzung ihrer Rechte und
bundeseinheitliche Verordnungen. Dies alles wäre möglich, ohne auch
nur einen Cent Steuergelder hierfür zu verschwenden. Die durch eine
bundeseinheitliche Kastrations- und Kennzeichnungspflicht
eingesparten öffentlichen Gelder könnten für Schutz von Mensch und
Umwelt eingesetzt werden. Ordnungs- und Tierschutzbehörden könnten
Einzelfälle leicht und unkompliziert aufklären, der
Verwaltungsapparat könnte deutlich schlanker gestaltet werden und
der soziale Unfrieden könnte sich in Luft auflösen. Tierleidproduzierer
dürfen nicht länger staatlich subventioniert werden.
Es herrscht
bundesweit dringender Handlungsbedarf

Auch Robert Derbeck
beklagt fehlende Verordnungen. „Dieser Missstand führt dazu, dass
bei den Katzen fruchtbare Tiere eine extrem hohe und ungewollte
Population erzeugen.“ Die Folge: Die Tierheime sind dauerhaft
überfüllt mit Katzen und kämpfen am finanziellen Existenzminimum.
Dieses und noch vieles mehr sei das Ergebnis unzureichender
gesetzlicher Festlegungen, so Derbeck. Margit Mayr ergänzt: „Die
Politiker tragen mit ihrem Zaudern dazu bei, dass die Lage
mittlerweile fünf nach zwölf sei, es besteht enormer
Handlungsbedarf!"
Dr. Gerd
Müller, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz, bemängelt fehlende Statistikzahlen, um auf
Bundesebene die Katzenschutzverordnung für Deutschland
durchzusetzen. Er verweist, dem Paderborner Modell folgend, auf das
ausreichende Instrumentarium auf Landesebene. Dass sich rund 90% der
Tierschutzvereine von einem Aufnahmestop zum nächsten hangeln, rund
50% der Tierschutzvereine als praktischen Garanten in den
nächsten 16 Monaten die Insolvenz droht, scheint auf Bundesebene
noch keinen dringenden Handlungsbedarf anzuzeigen. Der Präsident des
Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel fordert weiterhin zur
Abwehr einer bald nicht mehr zu stoppenden Eskalation einen
Gesellschaftspakt Tierschutz.
Österreich hat den Handlungsbedarf im Jahr 2004 erkannt:
Seit
dem 01.01.2005 ist die Katzenkastration in Österreich Pflicht.
Tierhalter, besonders landwirtschaftliche Betriebe sind von Seiten
der Bundesebene verpflichtet, ihre Katzen kastrieren zu lassen, so
die Aussage von Frau Auer, Verein Streunerkatzen OÖ, Mitglied der
Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung. Sonja
Stahl, Mitgründerin der Interessengemeinschaft Pro
Katzenschutzverordnung, weiß ergänzend zu berichten, das jeder
Finder verpflichtet ist, die Fundsache Katze öffentlich anzuzeigen
und an den Eigentümer zurückzugeben. Versäumt der Finder es, macht
er sich der Fundunterschlagung strafbar, welche mit drei Jahren
Freiheitsentzug und Geldstrafe geahndet werden kann, so die
Rechtssprechung in Deutschland. Sofern der Eigentümer der Katze
nicht ermittelbar ist oder auf sein Eigentum verzichtet, kann das
Tier beim Finder bleiben. Durch die Fütterung und Betreuung geht der
Finder ein Obhutsverhältnis ein, welches ihn verpflichtet, das Tier
artgerecht unterzubringen und zu ernähren, sich weiterhin um
Gesundheitsprophylaxe und Fortpflanzung Gedanken zu machen, denn:
Füttern alleine genügt nicht! Die Gesetzgebung hat hier hervorragend
vorgesorgt, damit kein Heimtier unversorgt auf der Straße bleibt,
denn entgegen der Wildtierart Katze (Felis sylvestris), die übrigens
in Deutschland vor dem Aussterben bedroht ist, kann die Katze - ob
nun verwildert oder zahm - nicht ohne menschliche Obhut artgerecht
leben. Unsere scheue, zahme oder auch extrem schmusebedürftige und
auf den Menschen fixierte Heimtierart Katze ist vom Menschen
domestiziert und/oder gezüchtet worden. Sie sind in unserer
Klimazone nicht beheimatet und können damit auch nicht zu
verwilderten Tieren oder Wildtieren zählen. Darunter fallen neben
der Katze auch insbesondere Hund, Vögel, Zwergkaninchen,
Meerschweinchen, Hamster, Chinchillas, Frettchen, Zierfische,
Pferde, usw.
Ausgesetzte oder durch nicht artgerechte Haltung zum Abwandern
genötigte Heimtiere haben, langfristig gesehen, keine
Überlebensmöglichkeiten, sofern sie nur sich selbst überlassen sind.
Durchschnittlich werden sie unter erheblichen und langanhaltenden
Schmerzen und Qualen nur rund 2 Jahre alt, statt wie ihre artgerecht
gehaltenen Kumpanen, die durchaus 18 Jahre und älter werden. Sie
können auch nicht den Status herrenlos erzielen, weil dies nur
Wildtiere ohne menschliche Obhut sein können. Das Bürgerliche
Gesetzbuch beschreibt in §960 klar und schlüssig, dass nur Wildtiere
herrenlos sein können. In Österreich wie auch in Deutschland bieten
Tierschutzvereine Kastrationsbeihilfen an. Der Deutsche
Tierschutzbund führt jährlich bundesweit große
Katzenkastrationsaktionswochen durch, um Tierhaltern bei ihrer
Verantwortung behilflich zu sein. Aktion Kitty, ein bundesweites
Hilfsprojekt von Aktion Tier - Menschen für Tiere, hilft den
Verantwortlichen ebenfalls. Seit 1993 setzt sich Aktion Tier -
Menschen für Tiere verstärkt für die Katzen und gegen die
durch gesellschaftliches Versagen verursachte Katzenproblematik in
Deutschland ein. Den dramatisch zu verzeichnenden Anstieg der
letzten Jahre begründet die Forenleiterin von Aktion Kitty
Westerwald vorrangig darin, dass den Tierschützern Rechtssicherheit
fehlt. Darum fordert sie die Politik zum Handeln auf. Wir brauchen
dringend eine bundeseinheitliche Katzenschutzverordnung in
Deutschland.
Übrigens: Die eingangs erwähnten Kinder haben
den Halter der Katze gefunden. Der Vierbeiner war vor einer Woche
entlaufen. Wegen Überforderung Tiere ablehnende, kommunal
geförderte Tierheime und/oder verantwortliche Ordnungsbehörden
bewegen sich am Rande der Kriminalität, denn die Verweigerung einer
Fundtierannahme und/oder Fundunterschlagung stellt
eine Ordnungswidrigkeit dar.

Moderner
Tierschutz statt Folter aus dem Mittelalter
Seit über 20
Jahren beschäftigt sich Gaby Classen vom Katzenschutzbund
Mönchengladbach e.V., auch Mitgründerin der IG Pro
Katzenschutzverordnung, mit dem Thema Hauskatze und dem aus
der unkontrollierten Vermehrung entstehenden Elend für die
Samtpfoten. Trotz fast ganzjährigen Kastrationsaktionen,
insbesondere bei den sogenannten freilebenden
Strassen-/Bauernhofkatzen zeichnet sich keine Besserung der
Situation ab, im Gegenteil. Die Hauptverursacher sind bekannt
- die Auswirkungen ebenso. Einzig die Kastration der
Populationen verspricht eine dauerhafte + humane Eingrenzung
des zahllosen Katzenleids.
Mit großem Erschrecken müssen wir jedoch in der jüngsten
Vergangenheit - spätestens seit der Thematik Vogelgrippe und
der letzten Erhöhung der tierärztlichen Gebührenordnung,
gepaart mit einer allgemein schlechten wirtschaftlichen Lage -
feststellen, dass ein eklatanter Rückfall in mittelalterliche
Gepflogenheiten / Lösungsmethoden stattfindet, statt mit Herz
und Verstand moralisch vertretbare Lösungen anzustreben.
Immer mehr Gemeinden (jüngster publizierter Fall die Gemeinde
Schleiden/NRW) erlassen Fütterungsverbote für freilaufende
Katzen. Was letztendlich bedeutet, dass die Tiere krank und
ausgemergelt dahinsiechen, bis sie verhungert sind, statt dass
ihnen mit tierärztlicher Versorgung + Kastration geholfen
wird. Sowohl aktive Tierschützer als auch tierliebe
Privatkatzenfreunde wissen, dass dies in keinster Weise die
Vermehrungsrate schmälern kann, denn Katzen sind leider enorm
fruchtbar und es ist ein alter Hut, dass dort, wo durch
Abschuss, Aushungern, Krankheiten oder Unfälle die Katzen
dezimiert werden, postwendend neue unkastrierte Katzen das
Gebiet wieder besetzen.
Auch eine "Schnellschuß-Lösung" durch die Bestellung /
Beauftragung eines Jägers wird immer populärer in ländlichen
Bereichen. Wir waren gestern noch auf einem Hof, wo seit über
fünf Jahren Katzen ansässig sind. Die nur leidlich versorgten
Tiere haben sich unkontrolliert vermehrt, inzwischen sind es
rund 20 Tiere. Nur zufällig erfuhren wir, dass für kommendes
Wochenende geplant war, einen Jäger zu beauftragen, möglichst
alle Tiere abzuschiessen. Bis dato hatte der Besitzer des
Hofes, der sich nicht verantwortlich für die Katzen fühlt, den
Nachwuchs immer wieder selbst "reguliert" - jedoch sind die
durch diese tierschutzwidrigen Aktionen immer misstrauischer
werdenden Muttertiere inzwischen so clever, den Nachwuchs so
zu verstecken, dass er ihn nicht mehr rechtzeitig eliminieren
kann. Deshalb nun als neue "Lösung" dann das Gewehr.
Sind solche "Lösungen", die laut Gesetz strafbar sind und
leider immer noch gang und gebe trotzdem, nicht mehr als
verwerflich ? Zumal sie letztendlich an der Wurzel des
Problems nichts ändern ? In einer Stadt wie Mönchengladbach
gibt es schätzungsweise 20.000 freilebende Katzen ohne
verantwortliche Versorgung = Fütterung PLUS Kastration. Eine
einzige weibliche Katze schafft es innerhalb nur eines Jahres,
gemeinsam mit den von ihr geborenen weiblichen Tieren des
Frühjahres, im gleichen Jahr auf eine Anzahl von 20 Tieren
anzuwachsen. Dies macht deutlich, wie sinnlos eine Dezimierung
von einzelnen Tieren ist. Es rücken sofort weitere
unkastrierte Tiere nach. Dies stoppt erst, wenn eine
Population kastriert wird und an ihrem betreuten
Futterplatz verbleibt - dann ist dort der Bereich von Tieren
"besetzt", die sich nicht fortpflanzen können. Und Ärgernisse
wie Markieren, nächtliche Katzenmusik und Revierkämpfe
verschwinden so ganz nebenbei ebenso.
Deshalb : die einzig vernünftige +
erfolgreiche Lösung heisst : Kastration.

Katzenschutzverordnung
- längst überfällig

Ein Kommentar
von Siegfried P. Rupprecht - Journalist und Buchautor:
In Deutschland
werden rund 8.2 Millionen Katzen als Haustiere gehalten. Hinzu
kommt noch eine hohe Anzahl sogenannter herrenloser und
streunender Katzen, die täglich um ihr Überleben kämpfen
müssen. Eine Katzenschutzverordnung ist daher längst
überfällig. Tierschutzer wie der Experte Robert Derbeck nennen
dafür zwei wichtige Gründe: Einmal, um dem Mitgeschöpf Katze
die gleichen Rechte einzuräumen wie den anderen Tieren, deren
Haltung schon spezifisch geregelt ist. Zum anderen, um der
Exekutiven ein gültiges Instrument zum einheitlichen
und effektiven Agieren in die Hand zu geben.
Doch was hindert
die Politiker daran, ein entsprechendes Papier zu erstellen?
Sie agumentieren, dass es bereits schon zu viele Verordnungen
gibt und das allgemein gültige Tierschutzgesetz ausreichend
sei. Weiter befürchten sie unkalkulierbare, zusätzliche hohe
finanzielle Kosten bei der Umsetzung. Und hier liegt das
eigentliche Konfliktpotential!
Die Politik sollte
die Erfahrungen der Tierschützer nicht ignorieren. Besser ist,
auf deren Fachwissen zurückzugreifen. Davon könnten beide
Seiten profitieren und realistisch umsetzbare Lösungsansätze
in eine rechtskräftige Katzenschutzverordnung einfließen. Nur
so gehört das dunkle Kapitel der nicht artgerecht gehaltenen,
leidenden und kranken "herrenlosen" Heimtiere bald der
Vergangenheit an.
Ansprechpartner:
Sonja Stahl, Tel. 02661-40982 oder 0177-7889766. - spr -
Kontakt Printmedien, Radio und Fernsehen:
Radio
+ Fernsehen: Robert Derbeck, Tel. 0911-6323207
Behörden + Verbände: Sonja Stahl, Tel. 02661-40982
oder 0177-7889766
Mit
freundlichen Grüßen
Sonja Stahl & Team
Katzenhilfe-Westerwald e.V.
Aktion Kitty Westerwald
Interessengemeinschaft Pro
Katzenschutzverordnung
- kein Heimtier gehört unversorgt auf die
Straße -
Tel. 02661-40982
Tel. 0177-7889766
Fax 02661-949935
KATZENKASTRATION
IST PFLICHT!
näheres dazu, unter:
www.katzenschutzverordnung.de.vu
download des obigen Textes als pdf
download Unterschriftenliste als pdf
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